Göttingen
Die Grüne Jugend im Zentrum Deutschlands
Ortsgruppe Göttingen
Nazis versuchen immer wieder in Göttingen ein Forum für ihre menschenverachtenen Ansichten zu finden. In regelmäßigen Abständen rollt radioaktiver Atommüll durch niedersächsische Dörfer. Die tägliche Diskriminierung von Homo-, Bi- und Transsexuellen gehört immer noch zur Normalität. Im Göttinger Primatenzentrum werden quälende und sinnlose Tierversuche an Affen durchgeführt. Der Autoverkehr in der Innenstadt nimmt zu, während die Busverbindungen nachts für Abseits-Wohnende mangelhaft bleiben.
Es gibt viele Jugendliche, die sich mit diesen Zuständen nicht ohne weiteres abfinden wollen. Einige von ihnen kommen regelmäßig mittwochs abends zu den Treffen der GRÜNEN JUGEND Göttingen. In gemütlicher Runde und freundschaftlicher Atmosphäre wird hier eine tolerante und ökologische Welt geplant. Dabei kommt die Gruppe ohne Vorsitzende, SprecherInnen oder andere Autoritäten aus. Mit Erfolg: Die "Grüne Weihnachtsbroschüre" etwa sorgte in grünen Kreisen über die Grenzen der Stadt hinweg für Aufmerksamkeit. Im neuen Jahr wurde bereits wieder lebhaft über Themen wie ein "Bedingungsloses Grundeinkommen", ein "Wahlrecht ab Null" oder die "Legalisierung aller Drogen" diskutiert. Ohne dabei den Blick für kommunalpolitische Fragen zu verlieren, tauschen wir uns so über unsere Vorstellung für eine bessere Welt aus.
Das eine andere Welt möglich ist, darin sind wir uns alle einig. Wir versuchen unseren Teil dazu beizutragen, indem wir unsere Ideen sowohl in der Grünen Partei, wie auch in der Gesellschaft einbringen. In den Stadt- und Kreisrat der Göttinger Grünen brachten wir jüngst einen Antrag mit dem Ziel ein, dass auf Veranstaltungen und Sitzungen der Partei kein Fleisch mehr angeboten wird - wie es auf Landesebene bereits praktiziert wird. Nach einer ersten Ablehnung wurde uns nun angekündigt, dass der Antrag erneut in einem gemeinsamen Treffen des Stadt- und Kreisvorstandes diskutiert werden soll. Wir hoffen, dass dann im Sinne des Klimas, der Welternährung und der Tierrechte entschieden wird.



