Kein Podium für Geschichtsfälscher!
14.02.2007: Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) ist entsetzt über die Tatsache, dass der ehemalige Bundeswehrgeneral und Revisionist Gerd Schultze-Rhonhof einen Vortrag beim Rotary-Club Buxtehude halten durfte. Schultze-Rhonhof hatte in der Vergangenheit in seinen Büchern die deutsche Kriegsschuld am 2. Weltkrieg geleugnet und den Holocaust relativiert. Diese Haltung bekräftigte er später in Vorträgen und Interviews.
Helge Limburg, Sprecher GJN
Helge Limburg, Sprecher der GJN, forderte den Rotary-Club auf, derartige Vorträge zukünftig zu unterlassen und sich klar und deutlich von Schultze-Rhonhof zu distanzieren. "Das ist unfassbar. Der Rotary-Club darf einem Revisionisten und Militaristen wie Schultze-Rhonhof kein Podium für seine abstrusen, geschichtsverfälschenden Thesen bieten. Wir fordern den Rotary-Club auf, sich seine ReferentInnen zukünftig sorgfältiger auszuwählen. Ein Podium für Männer wie Schultze-Rhonhof zu bieten, ist Hohn und Spott gegenüber den Opfern der deutschen Aggression während der Nazi-Diktatur und des zweiten Weltkrieges. Daran ändert auch der unverfängliche Titel des Vortrags nichts." Schultze-Rhonhof hielt am Dienstag, 13.02., einen Vortrag zum Thema "Wer war der ehrenwerte Ritter Kuno?".
Den CDU-Landtagsabgeordneten Helmut Dammann-Tamke, der selbst Mitglied im Rotary-Club Buxtehude ist, forderte Limburg auf, entschieden gegen rechtsextreme Neigungen in seinem Club vorzugehen. "Herr Dammann-Tamke und alle anderen demokratisch gesinnten Mitglieder des Rotary-Club müssen alles tun, um solche Dinge zu verhindern. Hier muss die Loyalität zur Wahrheit und zur Demokratie stärker sein als persönliche Kumpanei im gemeinsamen Klub."
Siehe auch: Die Website der GRÜNEN JUGEND Stade






